Erstmal an der Stelle noch ein dank an Heike, für deine ausführlichen Tipps!
Leider macht mich Boppels (15 Jahre) Verhalten immer noch ratlos. Ich verabreiche ihr einmal täglich das Zusatzfutter vom TA (1x täglich deshalb, weil sie ja selber noch frisst und es eine Tortur mit der Zwangs-Fütterung ist!). Danach ist sie jedesmal fix und alle und hockt erst recht nur am Boden...
Inzwischen geht sie fast gar nicht mehr nach oben (zumindest nicht, wenn ich nachsehe bzw. die Schlafperiode tagsüber verbringt sie nur noch unten in der Einstreu). Ich habe hier gelesen, dass Rotlicht den Tieren gut tun kann, also habe ich ihr eine Lampe an den Käfig gestellt. Da sie freiwillig in den Radius der Lampe gegangen ist, denke ich, dass ihr die Wärme gefällt. Allerdings hat sie mich heute Morgen erschreckt, als ich die Lampe nach ca. 30 Minuten wieder ausschalten wollte, lag Boppel wie tot auf der Seite. Halb in Panik habe ich die Lampe ausgeknipst, doch da ist sie plötzlich irritiert aufgesprungen.
Ich habe nun im Internet ein neues Schlafhäuschen bestellt, das ich bodennah anbringen möchte, um ihr unten im Käfig auch ein sauberes Versteck bieten zu können. Zum einen haben wir nämlich noch einen Hund, der (da sehr eifersüchtig) ständig unten am Käfiggitter rummacht und Boppel somit aufschreckt. Bisher war der Hund kein Problem- entweder haben die Chins durch`s Käfiggitter mit dem Hund "gestritten" oder sich kurzerhand außer Reichweite nach oben in ihre Schlafhäuschen verzogen. Aber unten am Käfigboden ist Boppel dem Hund nun ziemlich "ausgeliefert"... Außerdem hat Boppel wunde Füßchen- ich schätze, das kommt von ihrer kürzlich angefangenen "Unsauberkeit", sprich sie ist in ihren Urinpfützchen rumgelaufen (da sie vor ein paar Wochen angefangen hat vom Dach des einen Schlafhäuschen runterzupieseln und ich mit Wegwischen kaum nachgekommen bin). Allerdings denke ich, ist es auch nicht gut für ihre Füßchen, wenn sie ständig unten in der (zum Teil verschmutzten) Einstreu rumsitzt. Saubermachen ist dadurch auch schwieriger, weil ich sie nicht ständig verscheuchen möchte, nur um vollgepieselte Streu entfernen zu können. Ich hoffe, sie nimmt das neue Häuschen an (an der Stelle sei noch gesagt, es ist ja unheimlich schwer, irgendwo "nagersichere" Schlafhäuschen zum Aufhängen zu bekommen- habe da lange rumgesurft! Von unsere Zoohandlungen bzw. Fressnapf will ich erst gar nicht reden- die haben ja noch weniger Ahnung, wo man spezielles Chin-Zubehör herbekommt!)...
Meine dringende Frage nochmal auf den Punkt gebracht: Sind Boppels Verhaltensweisen eurer Meinung nach auf ihr Alter zurückzuführen und kann sie damit noch länger leben oder deutet es doch eher auf ein baldiges Ableben hin?
In Antwort auf:Allerdings hat sie mich heute Morgen erschreckt, als ich die Lampe nach ca. 30 Minuten wieder ausschalten wollte, lag Boppel wie tot auf der Seite. Halb in Panik habe ich die Lampe ausgeknipst, doch da ist sie plötzlich irritiert aufgesprungen.
Ja, damit hatte meine mich auch ein paar Mal dran bekommen. Inzwischen kenne ich ihre Marotte und achte erst auf die Flankenatmung, bevor ich in Panik ausbreche.
Ich habe zur Zeit eine 60Watt Birne von außen im Einsatz, die morgens, mittags und abends je 1h an ist.
Sag mal - warum bitte sollst du Zwangsfüttern? Ich denke die Zähne sind okay?! Hat sie denn so an Gewicht verloren? Solange sie noch selber frisst und ihr Gewicht hält, sollte man das eigentlich nicht tun.
Die Wunden Füße kommen eher dann, wenn ein Chinchilla sich zu wenig bewegt - also wie bei Menschen die Wundmale durch Bettlägerigkeit bekommen. Du kannst es mit Wundsalbe behandeln, aber wichtiger ist die Ursache zu beseitigen. Da sie auf Einstreu sitzt (ich denke mal die reguläre Holzspäneeinstreu) ist das eher untypisch, denn die federt den Hinterlauf nun mal ab. Die Pippistreu etc. könnte als Begleiterscheinung zu Entzündungen der offenen Wunden führen, aber davon wird es nicht gleich wund, wenn mal die normalen Hygieneregeln beachtet (ich denke es wird kein Saustall bei dir sein).
Um den Hund auszusperren kannst du einfach farbiges Bastelglas auf die betroffenen paar Zentimeter vorne setzen. Gibt es recht günstig im Baumarkt.
Medizinisch kann ich dir nicht mehr viel raten. Es könnte sein, dass sie einfach jetzt von der Zeit eingeholt wird - und es könnte sein, dass sie irgendetwas unentdecktes im Körper hat. Der Kot ist noch okay?
ich warte mal deine Kommentare zur Zwangsfütterung ab, schaffe es aber nicht vor morgen nachmittag noch mal reinzusehen
Boppels "Zustand" bleibt gleich. Sie hüpft maximal auf das zweite Sitzbrett von unten, döst dort vor sich hin und geht dann wieder zurück nach unten. Manchmal nistet sie sich auch im Sandbad ein, was mir insofern nicht gefällt, weil sie dort reinpullert und ich somit ständig neuen Sand einfüllen muss. Fressen scheint sie aber relativ normal (Futter und Wasser gehen wieder in gewohnter Menge weg). Heu allerdings weniger (obwohl ich neues und eine andere Sorte gekauft habe!). Köttel sehen inzwischen auch wieder gut aus (letzte Woche sah es zeitweise ja eher nach Verstopfung aus), was ich nur so von meiner Erfahrung aus sagen kann, denn untersucht hat die Exkremente keiner der beiden Tierärzte! Allerdings hatte ich auch den Eindruck, dass die beiden Mädels kaum getrunken haben. Ich hatte dem Wasser die verordneten Vitamintropfen beigefügt, aber anscheinend "schmeckte" den beiden Grazien das Wasser so nicht. Also habe ich wieder "natürliches" Wasser reingestellt und nun leert sich der Trinknapf wieder...
Rotlicht mache ich zwei bis dreimal am Tag, ca. eine halbe Stunde lang. Besonders früh, wenn ich die Wohnung lüfte, denn da Boppel ja nicht mehr geschützt in oben im Häuschen sitzt, kriegt sie die kalte Luft sonst voll ab. Ich hoffe, das neue Häuschen wird bald geliefert, so dass sie sich dann unten im Käfig auch wieder in einen Unterschlupf zurückziehen kann.
Sauber ist die Voliere eigentlich schon. Die Damen stehen mit ihrer Behausung ja im Wohnzimmer und schon von daher achte ich darauf, dass es sauber ist. Ich habe nämlich selbst ein empfindliches Näschen und mag nicht, wenn die Streu riecht! Soll heißen, einmal die Woche Grundreinigung mit Auswaschen und komplett neuer Streu, ansonsten Austauch der nassen Holzstreu (ca. alle 2 Tage). Ich habe bisher immer mit normalem Haushaltsreiniger bzw. von Zeit zu Zeit mit Desinfektionsmittel gereinigt, bis ich kürzlich hier den Tipp mit dem Teebaumöl gelesen habe.
Als Wundsalbe habe ich die Füße mit unserer (Menschen-)Zinksalbe eingerieben. Blöd ist halt nur, dass dann Sand oder Streu erstmal an den Pfötchen kleben bleibt, wenn ich sie zurück in den Käfig setze. Aber vil hat sie ja auch wirklich einen Hautpilz? Der 2. TA meinte, im Alter wären sie anfälliger dafür. Ich habe auch hierfür Anti-Pilzpulver bestellt (was aber noch nicht gekommen ist), da mit der TA kein Medi dafür mitgegeben hat. Nur die Anmerkung "auch für Menschen ansteckend".... Vil hilft das Puder dann auch bei den wunden Füßchen?- Muss ich wie gesagt mal noch abwarten, bis meine Bestellungen eintreffen. Leider hat das Zoogeschäft, bei dem ich früher mein Chinchilla-Zubehör gekauft habe, dicht gemacht, und unsere anderen Fachgeschäfte bzw. der Fressnapf sind nicht gut ausgerüstet für Spezialbedarf...
In Antwort auf:obwohl ich neues und eine andere Sorte gekauft habe
Oweh, du hast es doch hoffentlich nicht sofort gewechselt? Ein spontaner Futterwechsel löst bei Chinchillas eigentlich immer starke Verdauungsprobleme aus, die können sich nur nach und nach an ein neues Futter gewöhnen. Deshalb sollte man das alte Futter bis zu 3 Wochen mit dem neuen mischen und einfach jeden Tag etwas weniger altes und mehr neues dazu geben. Bitte niemals von heute auf morgen umstellen, vor allem nicht, wenn es eh schon Probleme mit der Verdauung gibt!
Die Zwangsfütterung hast du inzwischen bei gegeben?
Hautpilz tritt eher hinter den Ohren auf und verteilt sich dann über den Körper, indem immer mehr Partien das Fell verlieren. Die Haut sieht dann oft etwas trocken und schuppig aus. An den Füßen kommt das recht selten vor. Die Behandlung ist recht schwer. Wenn du das FungiStop einsetzt achte bitte drauf, dass keine Klümpchen davon im Sandbad zu finden sind. Sieb es am besten ein und rühre es gut durch. Die Klümpchen wären giftig, da es Schwefel enthält. Und genau deswegen würde ich dir bei offenen Wunden der Tiere auch dringend davon abraten.
Ups, das mit dem Futter habe ich nicht gewusst- wenngleich ich ja nur die Heusorte gewechselt habe- nicht das reguläre Futter... Andererseits, bei Hunden ist mir schon bekannt, dass man da vorsichtig das Futter umstellen sollte- logisch, das Kleintiere noch empfindlicher sind...!" Immerhin- sie gehen nach wie vor kaum ans Heu- weder das alte noch das neue. Es kann aber auch gut sein, dass mir das nur so auffällt, wenn Boppel nicht mehr so viel frisst. Denn was ich an Futter (oder Leckerchen) für 2 Chins gedacht habe, wurde normalerweise im Verhältnis Dreiviertel Boppel zu einem Viertel Julchen gefressen...
Ja, die Zwangsfütterung habe ich eingestellt. Boppel frisst ja auch immer mit Appetit, wenn ich sie beobachte. Ich habe bschlossen, die beiden einfach regelmäßig zu wiegen (was ich bisher nicht gemacht habe- zumindest nie ohne trifftigen Grund!). Heute steht das Gewicht bei Boppel mit 574g zu Julchen mit 578g - das scheint mir ziemlich okay zu sein!
Boppels Hinterfüßchen sehen auch wieder recht gut aus- keine erkennbare Rötung mehr vorhanden. Habe heute trotzdem nochmal mit Zinksalbe aufgetragen. Die kahle Stelle am Schwanz- also letzte Woche beim TA waren ein paar rote Pünktchen drauf zu sehen, aber keine Schuppenbildung. Inzwischen ist die Stelle einfach nur kahl. Ohne die geringste Rötung. Scheint auch nicht größer geworden zu sein. Von der Schwanzwurzel an circa 1cm lang und 2mm breit fehlt einfach das Fell...
Danke auch für den Tipp mit dem Antipilz-Pulver- habe ich auch nicht gewusst! Es ist aber auch noch nicht eingetroffen... An der Stelle überhaupt nochmal ein großes Danke für deine Hilfe und Ratschläge- das hilft mir momentan mehr weiter als 10 Tierärzte zusammen...
Übrigens, nachdem ich vorhin meine beiden Grazien eingefangen und gewogen habe, wer ist da wie ein junges Reh wieder nach oben ins Stamm-Schlafhäuschen gesprungen? - Jawohl, meine alte Boppel. Mal sehen, ob sie jetzt wieder öfter raufgeht- mir ist nämlich eine möglich Ursache für ihr "Nicht-Mehr-Hochspringen" eingefallen. Vor anderthalb Wochen habe ich das mittlere Schlafhäuschen rausgenommen um es gründlich zu reinigen (jenes, auf das Madam immer draufgepieselt hat) und vielleicht habe ich es danach nicht exakt an die ursprüngliche Stelle zurückgehängt. Ich habe es vorhin 3 Gitter weiter runtergesetzt und - Zufall? - Boppel ist wieder ganz nach oben rauf! In Zukunft werde ich mir die Stellen markieren, bevor ich das Haus wieder mal entfernen muss...
Hi, von der kahlen Stelle am Schwanz hattest du nichts geschrieben - das kann natürlich schon ein Indiz für Hautpilz sein. Der ist bei Chins wohl sehr schwer nachzuweisen. Wenn die Füße wieder heil sind, benutze einfach das Fungi-Stop. Es braucht aber seine Zeit, bis das Fell wieder nachwächst.
Ich wiege meine inzwischen auch regelmäßig. Aber nur alle 2 Wochen, da ihr Gewicht stabil ist. Wenn eines mal abgenommen hat, kann es sein, dass ich das Chin dann zwischendurch noch mal wiege. Mache das am besten immer zur gleichen Tageszeit, sonst kannst du Gewichtsschwankungen haben.
Das mit dem Haus kann eine Menge ausmachen, gerade wenn ihre Augen nicht mehr richtig mitspielen. Die Tierchen gewöhnen sich an die Einrichtung und ihre Wege ;-)
wollte nur kurz posten, dass meine Boppel wieder "obenauf" ist- im wahrsten Sinne des Wortes: sie sitzt nun wie seit eh und jeh zusammen mit Julchen wieder im obersten Häuschen. Auch kommt sie wieder prompt angesprungen, wenn sie merkt, dass ich die Käfigtür öffne, um sich ja keinen Leckerbissen durch die Lappen gehen zu lassen. Ich habe nach wie vor keine Ahnung, was für einen "Durchhänger" sie hatte, aber offensichtlich haben wir nochmal die Kurve gekriegt. Da mir aber inzwischen doch einige "neue schrullige Verhaltensweisen" aufgefallen sind, die wohl doch mit ihrem hohen Alter zusammen hängen (z.B., dass sie ihre Apfelstückchen in der Streu frisst, wo sie natürlich mit der Späne verkleben, statt sie eine Etage höher auf dem großen (sauberen) Brett zu fressen, oder dass sie manchmal auf einem Brett vor sich hindöst, als würde ihr die Kraft zum ganz hochklettern fehlen), habe ich mich inzwischen mit dem Gedanken arrangiert, dass Boppel nun eine richtig alte Oma ist und ihre Lebenserwartung wohl keine 5 Jahre mehr ausmacht... Ich bin aufmerksamer geworden und dankbar für jeden Tag, den es ihr gutgeht. Sogar ihre Marotten, wie z.B. die tägliche ins-Sandbad-Pieselei, nerven mich nun weniger- ich denke, wenn sie viel trinkt, ist das ja nur gut für ihre Nieren...
Liebe Grüße und Danke für die Ratschläge, Bink
P.S.: Die Sache mit dem Rotlicht war wohl ein Fehler gewesen, denn ganz offensichtlich hat es meiner Boppel so gut unten in der Wärme gefallen, dass sie deswegen nicht mehr zurück nach oben ins "Stammschlafhäuschen" wollte. Als das neue Schlafhaus endlich kam und ich es knapp über dem Käfigboden befestigt habe, ist sie zuerst auch da nicht rein. Erst als ich dann die Lampe wieder weggenommen habe, ist sie zuerst ins neue Häuschen und schließlich wieder zurück nach oben...Ja, die Tierchen wissen schon, wie sie sich`s gut gehen lassen können...